Bibeln - Theologie/Religion

Gott heißt nicht nur Vater

Zur Rede über Gott in den Übersetzungen der „Bibel in gerechter Sprache“

Gottesnamen in der >Bibel in gerechter Sprache< muss die Übersetzung revidiert werden?
Der geheimnisvolle Eigenname der Gottheit, nach dem Mose in Ex 3,13 fragt, wird meist missverständlich mit „Herr“ wiedergeben. Wie kann eine Übersetzung die Heiligkeit des Namens und die Bildhaftigkeit der Metaphern für Gott wahren?

Im Oktober 2006 erschien die neue Bibelübersetzung „Bibel in gerechter Sprache“. Ihr Ziel ist es, dem Ausgangstext gerecht zu werden und gleichzeitig verständlich zu sein. Darüber hinaus wird „Gerechtigkeit“ im Hinblick auf den Umgang mit der Geschlechterdifferenz und den Einsichten des jüdisch-christlichen Dialogs angestrebt. Ein zentrales Anliegen ist es, eine einseitig männliche Rede von Gott zu vermeiden und angemessene Übersetzungsmöglichkeiten für den kaum übersetzbaren biblischen Namen Gottes zu finden, der in der hebräischen Bibel als Tetragramm JHWH geschrieben wird.
Die „Bibel in gerechter Sprache“ löste heftige Kontroversen in den Medien und der Wissenschaft aus. Neben einer begeisterten Rezeption stehen eindeutige Ablehnungen des Gesamtprojekts bis zum Häresievorwurf.
Das hier dokumentierte Hamburger Symposium ermöglicht es, die Diskussion - auch im Hinblick auf eine mögliche Revision der Übersetzung - auf eine sachlichere Ebene zu heben und wissenschaftlich zu vertiefen. Die Beiträge stammen von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Exegese, der Systematischen sowie Praktischen Theologie, aus der Kirchengeschichte und der Medienwissenschaft, unter ihnen Mitwirkende am Übersetzungsprojekt.
Schwerpunkt der Diskussion ist der (übersetzerische) Umgang mit dem Gottesnamen im Alten und Neuen Testament und der metaphorischen Rede von Gott, da sich bei diesem Thema die Ziele und Schwierigkeiten einer Bibelübersetzung in besonderer Weise manifestieren.

Beiträger
Jürgen Ebach, Chana Safrai, Martin Rösel, Silke Petersen, Angela Standhartinger, Charlotte Methuen, Christine Gerber, Friedhelm Hartenstein, Irmtraud Fischer, Philipp Stoellger, Elisabeth Hartlieb, Hanne Köhler, Joan Bleicher, Hans-Martin Gutmann, Benita Joswig und Gabriele Borger.

Biblisch-theologische Schwerpunkte - Band 032
1Stk. à5,99 €
Art.Nr.:3525-61609
ISBN:978-3-5256-1609-3
Umfang:256 Seiten
Format:20,5 x 12,3 cm
Autor:Christine Gerber, Benita Joswig, Silke Petersen
Produkt:Bibeln
Thema:Theologie/Religion
Seit:22.03.2012
Versand:4-6 Werktage (außer Samstag)
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